Trekking-Tour um den Granestausee mit den Umliegenden Aussichtspunkten

Trekking-Tour um den Granestausee mit den Umliegenden Aussichtspunkten!

Am Freitag den 09.03.2018 startete ich um 8 Uhr meine Tour mit 23 Kg Gepäck im Rucksack vom Parkplatz "Unter den Eichen" am Steinberg bei Goslar. Das Wetter war erst bezogen und später sonnig. Die komplette Distanz betrug 37 Km davon 34 km am Freitag und die letzten 3 Km am Samstag Morgen.

Am "Oberen Klippenweg" hatte ich schon den ersten freien Blick auf die Granetalsperre. Mal gut, dass noch kein Laub auf den Bäumen war, sonst wäre fast nichts zu sehen gewesen. 
Am "Hessenweg" entdeckte ich eine Kneipkuranlage mit Quelle. Für ein Fußbad war es für mich zu kalt und so zog es mich zu "Magaretenklippen". Hier hatte ich einen klasse Blick über das Granetal.

Am "Glockenberg" war ich von dem Aussichtspunkt fasziniert. Eine Bank mit tollem Blick lädt hier zum Verweilen ein. Für mich war es noch zu früh für eine Pause.
Ab jetzt kam ich in den Schneebereich. Über den "Hahnenkleeweg" wanderte ich zur Schutzhütte "Windsattel".
ich beschloss hier meine erste Pause zu machen. Das Brot schmeckte prima.

Über einen schmalen Hang Weg traf ich auf den "Liebesbankweg". Da ich den Bocksberg nicht sonderlich mag, ließ ich mich vom "Liebesbankweg" in Richtung Hahnenklee führen. Zwischendurch fand ich Aussichtspunkte und konnte auf die andere Bergseite schauen, wo ich noch später entlangwandern werde. Die Tannen waren Schneeweiß und es waren ca. 15 cm Schnee auf dem Weg. 
Meine geplante Strecke führte mich unter der "Bocksbergseilbahn" entlang. Dieser Weg ist nur jetzt im Winter geh bar. In den Sommermonaten ist dieser Weg eine Mountainbike Strecke und ist nicht zum Wandern geeignet!!!

Mehrere Schleifen und einige Wandermeter später kam ich zum "ehm. Pochwerk". Früher war es eine Stätte der Bergwerkszeit, heute ist es ein Rastplatz der zu einer gemütlichen Pause einlädt. Ich hatte aber einen anderen Plan. Mich zog es zur "Hexenbank" und so ging ich weiter. Auf dem Weg dorthin, hatte ich freien Blick in die Berge und Wege, die ich heute schon abgelaufen war. Das ist ein unheimlich schönes Gefühl und auch ein beeindruckender Blick. An der "Hexenbank" hatte ich einen freien Blick in die nördlichen Berge. Rammelsberg, Sudmerberg und Glockenberg zeigten sich in seiner ganzen Pracht. Jetzt war der Zeitpunkt für eine weitere Pause und ich genoss einfach die freie Aussicht.

Die Schutzhütten "Labgeliether-Hütte" und "Werner-Pissin-Hütte" sowie der der "Labgeliether-Graben" gehören zu einem Wanderweg für Körperbehinderte. So erkannte ich das auf einen Wanderschild wo ein Rollstuhlfahrer abgebildet war. Die "Werner-Pissin-Hütte" hat sogar eine gerechte Liege und Sitzmöbel für Körperbehinderte. Wow..dafür mal einen Daumen hoch und ein dickes DANKE. Das war für mich neu. So etwas hab ich noch nicht gesehen.
Der "Labgeliether-Graben" gehörte zu der Wasserversorgung der Bergwerke. Heute ist das Wasser leider versiegt und der Graben trocken und leider kaum noch zu erkennen.

Der "Pfeiffer-Brunnen" war leider zugefroren. Dennoch ist es ein sehr idyllischer Ort. Ich machte eine kurze Getränkepause.
Über die Wegkreuzung "Rolle" und der "Sommerbergstraße", mit tollen Aussichten zum Bocksberg, erreichte ich die "Altarklippen". Was soll ich euch sagen?...Natürlich....Rucksack ab und auf die Bank gesetzt. Es war jetzt eine Mittagspause angesagt. Den Blick über die Granetalsperre muss man genießen und genau das tat ich.

Über Wolfshagen und einigen Kilometern weiter kam ich zum "Heimberg". Es ist ein ehem. Diabas Steinbruch. Heute hat man hier einen schönen Ausblick und irgendwie fühlt man sich in die Steinzeit zurückversetzt. Auch hier machte ich eine Getränkepause. Zu meinem Glück kam eine Frau, die mir etwas von diesem Steinbruch erzählen konnte. Es war eine sehr interessante Zeitreise. Vielen Dank dafür.

Auf direkten Weg, der etwa 90 Minuten und einiges an Distanz forderte, wanderte ich zur "Granestaumauer". Wow..wieder für mich ein Highlight. Ich liebe diesen Blick über den Stausee zu den Bergen. Obendrein war es schon später Nachmittag und die Sonne blitzte über das Wasser. Herzchen Augen pur.

Für mich wurde es Zeit, denn ich wollte noch bei Tageslicht mein Nachtquartier erreichen. Also ging ich etwas zügiger. An der Schutzhütte "Granestausee" konnte ich nicht anders und genoss noch mal für ein paar Minuten den Blick. Dann ging es ohne Stopp und harten Tritt zum Nachtquartier "Graneblockhaus".
Hier baute ich mein Zelt auf und richtete mir meine Lagerstätte ein. Über meinen HOBO ( Holzkocher ) kochte ich mir Wasser für meinen Tee, was ich zuvor aus dem Fluss "Grane" entnommen habe. Mir knurrte der Magen und so kochte ich mir eine Rinderbouillon aus der Tüte. Als Fleischbeilage gab es Wienerwürstchen. Zum Nachtisch ein Schokoriegel. Ich hatte Glück und das Feuer vom HOBO war nur noch am Glühen, da kam ein Jäger und nach kurzem freundlichem Gespräch erlaubte er mir die Nacht in meinem Zelt zu verbringen. Ich bedankte mich freundlich und war über die Erlaubnis sehr froh. Sonst hätte ich alles wieder einpacken können. Obendrein informierte mich der Jäger, dass heute Nacht eine Schweinejagd stattfindet. Und das die Jäger im Anschluss hierher zur Schutzhütte kommen, um in der Schutzhütte zu übernachten. Dann fuhr er wieder.

Ich pustete durch und beschloss den Abend zu genießen. Ich hörte einen Nachtkautz, Tiere die durch das Laub und an der Grane entlang gingen. Es war einfach herrlich. Da mir kalt wurde und ich kein Lagerfeuer machen wollte, man muss es ja nicht übertreiben, legte ich mich in den Schlafsack. Gegen 21 Uhr hörte ich viele Schüsse. Ca. 21:40 Uhr kamen die Jäger und stießen auf ihre erfolgreiche Jagd an. So muss das...Weidmanns Heil. Sie ließen mich in Ruhe und ich sie. Ja, so vertrugen wir uns.

Mitten in der Nacht begann es zu regnen. Zunächst ganz langsam. Ich wurde wach, machte Licht an und kontrollierte die Zelthaut auf Undichtigkeiten. Nichts zu finden. Also legte ich mich wieder hin. Der Regen hörte kurzzeitig auf. Dann begann es plötzlich sehr stark zu regnen. Wieder war ich wach und kontrollierte die Zelthaut. Natürlich völlig unnötig, es war alles in Ordnung. So verbrachte ich die Nacht. Alle 2 Stunden wurde ich wach und kontrollierte das Zelt. Das ging bis 5:45 Uhr da beschloss ich aufzustehen und mich anzuziehen. Ich zog mich in meinem Zweimannzelt an, packte den Schlafsack in den Kompressionssack, rollte die Isomatte ein und packte meinen Rucksack. Ich kann euch sagen, dass diese Packmethode nicht unbedingt die einfachste ist. Ging aber nicht anders, da es sehr stark regnete. Dem Rucksack zog ich noch seinen Regenschutz über und machte dann das Zelt leer. Im Anschluss baute ich das Zelt ab, was dann auch völlig nass war. Nach ca. 30 Minuten war ich abmarschbereit und so ging ich über den "Erzweg" und "Oberen Klippenweg" zurück zum Auto, was ich gegen 7:20 Uhr erreichte.

Die Tour war echt spitze. Alle Erlebnisse sorgten für ein rundum zufriedenen Tag und Nacht. Das ich nicht viel geschlafen hatte, war mir egal. Ich hatte ein reines Abenteuer mit herrlichen und unvergesslichen Momenten.

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Zum Abschluss wie gewohnt noch die GPS-Daten und die Bilder. Viel Spaß beim Bildergucken.

Gps-Link Gpsies:

https://www.gpsies.com/map.do?fileId=zbwqxyqrpeoifqlu

Gps-Link Komoot:

https://www.komoot.de/tour/27678746?ref=wtd

Bis zu nächsten Beitrag dann.... Viele Grüße... euer Thomas

11.03.2018 Facebook

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